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KOMET GROUP GmbH

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Die KOMET GROUP, Besigheim, verbessert seit Jahren kontinuierlich die Energie- und Ressourceneffizienz im eigenen Betrieb, in der Produktion und bei ihren Produkten.

Die Herausforderung im Sinne der Nachhaltigkeit:
Die Herausforderung war, das Stammwerk der KOMET GROUP in Besigheim mit all seinen Gebäuden und Hallen hin sichtlich des Verbrauchs von Energie und Rohstoffen auf den aktuellen Stand der Technik zu bringen. Es galt zudem, Produktionsprozesse und schließlich einzelne Produkte auf Energie- und Ressourceneffizienz zu prüfen und diesbezüglich zu verbessern. Alle Maßnahmen sollten so geplant werden, dass sie unterm Strich wirtschaftlich sind.

Die Ausgangssituation:
Bereits 2008 beschloss die KOMET GROUP, die Energie- und Ressourceneffizienz kontinuierlich, intensiv und durchgängig (im eigenen Betrieb, in der Produktion und bei Produkten) zu verbessern. Eine Bestandsaufnahme ergab das Fehlen eines Umweltmanagementsystems und entsprechender Kennzahlen. Als energetische Großverbraucher wurden die Klimaanlagen (20 Jahre alt, ausgeführt als konventionelle Kompressoren), die Druckluftstationen und die Beleuchtung mit konventionellen Neonröhren identifiziert. Die Produktionsprozesse boten Verbesserungsmöglichkeiten hinsichtlich des Kühlschmierstoff(KSS)-Managements. Für die Produkte wurde bis zu diesem Zeitpunkt noch keinerlei energetische Betrachtung durchgeführt.

Die Lösung:
Zunächst galt es, prozessferne – und damit risikoarme – Maßnahmen durchzuführen, die deutliche Einsparpotenziale beinhalten. So wurde noch im Jahr 2008 der Neubau der IDEENFABRIK vollständig mit Brunnenwasser klimatisiert. Diese Technik wird mittlerweile auch zum Klimatisieren weiterer Produktionshallen eingesetzt. Aus einem eigenen Brunnen mit 35 Meter Tiefe wird 12°C kaltes Wasser gefördert. Dies wird von der Klimaanlage genutzt, um das Gebäude im Sommer zu kühlen und im Winter zu heizen. Zumindest lässt es sich dazu verwenden, um die kältere Außenluft auf annähernd 12°C vorzuwärmen, die dann in einer zweiten Stufe mit der etwa 25°C warmen Abluft aus der Halle auf etwa 18°C geheizt wird. Mit dieser Temperatur wird sie im Winter in die Halle eingeblasen. Die Druckluftversorgung wurde mit frequenzgesteuerten Kompressoren optimiert. Aggregate zur Wärmerückgewinnung wurden in verschiedenen Stufen nachgerüstet bzw. bei einer Neu anschaffung gleich mit vorgesehen. Zug um Zug wurde die Hallenbeleuchtung von konventionellen 60W-Neonröhren auf wesentlich energieeffizientere T5-Leuchtstoffröhren umgestellt. Eine prozessnahe Verfahrensveränderung war die KSS-Versorgung für die rund 60 Schleifmaschinen. Anstatt der dezentralen Ölfilterung und –kühlung wurde eine zentrale Ölaufbereitungsanlage installiert. Schließlich wurden Schritte unternommen, einzelne Produkte der KOMET GROUP (Vollhartmetallbohrer KOMET KUB® Drillmax und Wechselkopf-Bohrer KOMET KUB® K2) einer CO2-Footprint-Analyse unterzogen. Sie umfasst sowohl eine Bewertung der eingesetzten Rohstoffe als auch der gesamten Herstellung.

Die nachhaltigen Stärken:
Alle getroffenen Maßnahmen haben nicht nur einen Umweltaspekt, sie rechnen sich auch wirtschaftlich. Das wird kontinuierlich überprüft. Jedoch ist es äußerst schwierig, die Energieeinsparungen insgesamt, normiert auf bestimmte Bezugsgrößen zu quantifizieren. Denn man muss beim Energieverbrauch eine gewisse Grundlast und den produktionsbezogenen Verbrauch ebenso berücksichtigen wie Konjunkturschwankungen sowie Veränderungen in der Betriebsausstattung und Fertigungstiefe. Einfacher sind einzelne Maßnahmen zu bewerten, wie zum Beispiel den Ersatz der alten Kältegeräte durch die neue, mit Brunnenwasser gespeiste Klimaanlage. Sie amortisiert sich in einem Zeitraum von fünf bis sieben Jahren. Die Einsparung bei der Beleuchtung resultiert aus der niedrigeren Leistungsaufnahme der T5-Lampen mit 35 W gegenüber bisherigen 60 W (bei vergleichbarer Lichtausbeute) sowie einer 2,5fachen durchschnittlichen Lebensdauer. Die zentrale KSS-Aufbereitung rechnet sich in drei bis fünf Jahren über die Einsparungen an dezentraler Ausrüstung von Neumaschinen. Außerdem profitiert die Produktion von der besseren Ölqualität und konstanter Öltemperatur, was zu besseren Prozessen führt. Die CO2-Footprints der Produkte liefern weitere Potenziale, die zu erheblichen Einsparungen führen und unternehmerische Entscheidungen beeinflussen können.

Der Planer:
Dipl.-Ing. Pascal Piesche ist Geschäftsbereichsleiter Bohrwerkzeuge bei der KOMET GROUP und unter anderem für die gesamte Werksleitung am Standort Besigheim verantwortlich. Der studierte Maschinenbau-Diplomingenieur (TH Aachen) kann auf 30 Jahre Berufserfahrung im Maschinen- und Anlagenbau zurückgreifen.

Kurzprofil des Unternehmens:
Name: KOMET GROUP GmbH
Hauptsitz: Besigheim
Gründungsjahr: 1918
Mitarbeiter: 1600
Lösungen: Präzisionswerkzeuge und innovative Dienstleistungen
Internationalität: 22 Tochtergesellschaften in rund 50 Ländern
URL: www.kometgroup.com

Kontakt:
KOMET GROUP GmbH
Zeppelinstraße 3
D-74354 Besigheim
Telefon +49 7143 373-0
Telefax +49 7143 373-233
info@kometgroup.com

Sie finden die vorhandenen Informationen zum Download als PDF rechts neben diesem Artikel.

Bildquelle : VDMA / FV Präzisionswerkzeuge

Jestädt, Michael
Jestädt, Michael
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