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Walter AG - Geschichte 2

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Verbrauchte Werkzeuge und Wendeplatten werden systematisch gesammelt und entweder aufgearbeitet oder in die Produktion neuer Werkzeuge zurückgeführt.

Die Herausforderung im Sinne der Nachhaltigkeit:
Hartmetall oder die Rohstoffe von Hartmetall, aus welchen Wendeschneidplatten und Vollhartmetallwerkzeuge bestehen, sind teure Wertstoffe. Ihre Herstellung erfordert erheblichen Energieaufwand. Dieser Aufwand lässt sich deutlich senken, wenn Materialien im Wertstoffkreislauf gehalten werden. Vor allem die Rohstoffvorkommen vieler Legierungswerkstoffe sind zudem begrenzt und teilweise heute schon knapp. Daraus ergibt sich die Verpflichtung, natürliche Vorkommen durch konsequente Wiederverwendung zu schonen. Dadurch wird aber auch die Umwelt entlastet, da für Wiederaufbereitung und Recycling der Energieaufwand gegenüber der Neugewinnung drastisch sinkt. Zudem lassen sich hierdurch die teilweise stark schwankenden Rohstoffpreise stabilisieren – ein Beitrag zur wirtschaftlichen Nachhaltigkeit.

Die Ausgangssituation:
Gesucht sind Antworten auf den stetig steigenden Verbrauch nicht erneuerbarer Rohstoffe. Werkzeuge verursachen bei Zerspanern erhebliche Kosten nicht nur für den Werkzeuginvest selbst, sondern auch für die Lagerhaltung und den Sicherheitsbestand. Eine sichere Versorgung mit Werkzeugen ist aber die Voraussetzung für eine wirtschaftliche und wettbewerbsfähige Fertigung. Der Werkzeughersteller ist hier gefordert, den Kunden mit einem umfassenden Service und einer schnellen Lieferkette zu unterstützen. Bei aufbereiteten Werkzeugen muss sich der Kunde zudem darauf verlassen können, dass die Werkzeuge mit Neuwerkzeugen identische Eigenschaften aufweisen. Das Aufbereiten von Werkzeugen ist – abgesehen von Ressourcen- und Umweltschutz – ein probates Mittel, um die Werkzeugkosten über die Lebensdauer deutlich zu senken und so die Wirtschaftlichkeit zu steigern.

Die Lösung:
Mit Walter Reconditioning hat das Unternehmen im Rahmen seiner Multiply-Strategie einen weltweiten, umfassenden Service für die Instandsetzung gebrauchter Zerspanungswerkzeuge aus HSS, HSS-E, VHM und PKD geschaffen. Neu-Werkzeuge und Instandhaltungsservice aus einer Hand: Das garantiert, dass die Werkzeuge ihre Originalgeometrie und –beschichtung wiedererhalten. Durch mehrfachen Einsatz derselben Werkzeuge bei gleicher Leistungsfähigkeit werden Rohstoffressourcen nachhaltig geschont und die Gesamtkosten deutlich gesenkt. Der Aufbereitungsprozess ist perfekt durchorganisiert, damit der Kunde sein Werkzeug schnell wieder einsetzen kann. Ein Anruf genügt und das in eine spezielle Versandbox verpackte Werkzeug wird abgeholt. Im Walter-Wiederaufbereituns-Center wird es nachgeschliffen und neu beschichtet. Unmittelbar danach erfolgt der Versand in Original-Qualität. Werkzeuge, die sich nicht oder nicht mehr aufarbeiten lassen, und Wendeschneidplatten kauft Walter Multiply zu marktüblichen Preisen auf. Sie stellt sicher, dass diese umweltfreundlich recycelt und bei der Herstellung von Neuprodukten wieder eingesetzt werden. Um möglichst viel Altmaterial zu erfassen, wurde der Rücknahmeprozess so einfach wie möglich gestaltet. Alle benötigten Unterlagen können über die zentrale E-Mail-Adresse recycling.de@walter-tools.com angefordert werden. Auf Anforderung schickt die Walter AG Behälter für Hartmetall-Wendeschneidplatten und VHM-Werkzeuge. Sind die Behälter voll, reicht eine weitere E-Mail. Walter Recycling bestätigt die Menge sofort und nennt den Ankaufspreis sowie den voraussichtlichen Abholtermin. Ein Logistikdienstleister holt die Behälter kostenlos ab. Zurück im Werk, werden die Wertstoffe gewogen und sortiert. Die Bezahlung erfolgt kurzfristig per Gutschrift.

Die nachhaltigen Stärken:
Instandsetzen und Rücknahme der produzierten Werkzeuge senkt nachhaltig den Rohstoffverbrauch und schont die Umwelt. Darüber hinaus schließt es wirtschaftlich den Werkzeugkreislauf und trägt so zur Stabilität der Rohstoffpreise bei. Im Einzelnen:

  • Ressourcen werden geschont, da deutlich geringere Mengen neuer, mit großem Aufwand geförderter Rohstoffe erforderlich sind.
  • Dadurch wird auch die Umwelt geschont, denn Reconditioning und Recycling benötigen deutlich weniger Energie als die Gewinnung und Verarbeitung neuer Rohstoffe.
  • Das Reconditioning erhöht die Wirtschaftlichkeit, da es das Werkzeuginvestments über den gesamten Werkzeugzyklus drastisch senkt.
  • Durch den schnellen Austausch der Werkzeuge können die Sicherheitsbestände gesenkt werden; weniger Werkzeuge im Kunden-Umlauf schonen die Ressourcen des Kunden.


Kurzprofil des Unternehmens:
Name: Walter AG
Hauptsitz: Tübingen
Gründungsjahr: 1919
Mitarbeiter: 4000
Lösungen: 49.000 Katalogwerkzeuge zum Fräsen, Bohren, Drehen und Gewinden; ganzheitliche Bearbeitungslösungen für die Zerspanung in den Branchen Automobil, Luft- und Raumfahrt, Energie, Schienenverkehr und Allgemeiner Maschinenbau
Internationalität: Weltweite Präsenz mit 33 Niederlassungen und zahlreichen Vertriebspartnern
URL: www.walter-tools.com

Kontakt:
Walter Deutschland GmbH
Eschborner Landstraße 112
60489 Frankfurt am Main
Germany
Telefon: +49 69 78902-100
Fax: +49 69 78902-234
recycling.de@walter-tools.com

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Bildquelle : VDMA / FV Präzisionswerkzeuge

Jestädt, Michael
Jestädt, Michael
Datei-Anhänge:
Blue Competence - Walther 2

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