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Paul Horn GmbH - Blue competence Interviewserie

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Ökonomie, Ökologie und soziales Handeln in Einklang zu bringen ist das erklärte Ziel der über 400 Blue Competence Partnerunternehmen. Doch was bewegt die Unternehmen zu Nachhaltigkeit und welche Hürden gibt es. Gabriele Ays aus dem Umweltmanagement-Team der Paul Horn GmbH hat sich zur Nachhaltigkeitsstrategie, über Beweggründe und Hürden befragen lassen.

Wie wichtig ist Nachhaltigkeit in Ihrem Unternehmen? Wer ist in Ihrem Unternehmen verantwortlich für das Thema Nachhaltigkeit?
Nachhaltiges Handeln, das wirtschaftlichen Erfolg mit sozialer Verantwortung und Umweltschutz verbindet, hat bei Horn eine lange Tradition. Als global agierendes Unternehmen sehen wir unsere Verantwortung gegenüber der Umwelt und der Gesellschaft weltweit. Deshalb liegt das Thema Nachhaltigkeit auch in der Verantwortung der Geschäftsleitung.

Wo sehen Sie die drei wichtigsten Beiträge für Nachhaltigkeit in Ihrem Unternehmen?
Unsere Kunden erhöhen die Wirtschaftlichkeit ihrer Prozesse in der Produktion mit unseren Werkzeugen deutlich. Durch die Entwicklung hochpräziser, komplexer und langlebiger Werkzeuge werden Ressourcen geschont und Energie eingespart. Dies erreichen wir durch Werkzeuge mit reduziertem Hartmetalleinsatz, die bei höchster Präzision möglichst viele Bearbeitungsschritte in einem bewältigen und deren Standzeiten durch spezielle Rezepturen bei der Hartmetall-Herstellung und durch Verschleißschutz-Beschichtungen zunehmend erhöht werden. Diese emissionsfrei hergestellte Beschichtung wird für die jeweilige Kundenanforderung optimiert.
Wir bieten Menschen eine sichere Zukunft. Mit der Gründung der Horn Akademie im Jahr 2012 wurden die Bildungsangebote der Paul Horn GmbH unter einem Dach vereint. Es werden sowohl Ausbildungsberufe, Duales Studium, Weiterbildung, Technologieseminare und Umschulung für interne Mitarbeiter aber auch für externe Personen angeboten. In 2015 feiert Horn das 30-jährige Jubiläum der Ausbildung zum Industriemechaniker. In 2012 wurde das Unternehmen zum Träger nach dem Recht der Arbeitsförderung zertifiziert und schult seither jährlich zwei Arbeitsuchende mit der Aussicht auf ein Arbeitsverhältnis zum Maschinen- und Anlagenführer um.
Ökologische Belange werden seit jeher beachtet. Unser international ausgerichtetes Umweltmanagementsystem bietet uns den Nachweis für eine stetige Verringerung der negativen Auswirkungen auf die Natur, die Umwelt und somit auch auf die Menschen im globalen Kontext. Unsere Produkte werden ressourcenschonend unter Verwendung von bis zu 30 Prozent sekundärer Rohstoffe hergestellt. Geschlossene Kreisläufe in den Produktionsverfahren, teilweise mit internem Recycling, vermindern die Einflussnahme auf die Umwelt. Spezialanfertigungen werden auf Wiederverwendung optimiert. In Tübingen nutzen wir ein Elektrofahrzeug mit Null-Emissionen für den Werksverkehr.

Wo sehen Sie die größten Herausforderungen?
Kundenwünsche in kürzester Zeit optimal umzusetzen ist die größte Herausforderung. Damit einhergehend ist die Steigerung der Effizienz auch in Bezug auf das Nachhaltigkeitsmanagement.

Ein Blick in die Zukunft: Welche Ziele haben Sie sich für die Zukunft gesetzt? Wo geht der Weg hin?
Wir werden unser Bestes geben, weiterhin technische Innovationen in höchster Qualität zu entwickeln. Die Vorgaben des BlueCompetence-Nachhaltigkeitskodex werden auch hier richtungsweisend sein.

Nimmt das Bewusstsein für Nachhaltigkeit (Ökologie und Soziales) Ihrer Meinung nach zu?
Global nimmt die Sensibilisierung in Bezug auf Themen zur Umwelt und Nachhaltigkeit in der Gesellschaft, der Politik und der Wirtschaft seit Jahren zu. Dieser Trend wird sich weiter fortsetzen.

Werden Sie das Thema Nachhaltigkeit auf der AMB präsentieren?
Mit der Schneidplatte S224 IK bringt Horn erstmals eine innengekühlte zweischneidige Wendeschneidplatte auf den Markt. Die Kühlung verspricht eine höhere Standzeit und durch die zwei Schneiden eine Erhöhung der Einsatzzeit der Platte im Vergleich zu bisher einschneidigen Platten mit Innenkühlung.

Bildquelle : VDMA

Jestädt, Michael
Jestädt, Michael
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