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KOMET GROUP - Blue Competence Interviewserie

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Ökonomie, Ökologie und soziales Handeln in Einklang zu bringen ist das erklärte Ziel der über 400 Blue Competence Partnerunternehmen. Doch was bewegt die Unternehmen zu Nachhaltigkeit und welche Hürden gibt es. Dr. Christof Bönsch, Geschäftsführer der KOMET GROUP, hat sich zur Nachhaltigkeitsstrategie, über Beweggründe und Hürden befragen lassen.

Wie wichtig ist Nachhaltigkeit in Ihrem Unternehmen? Wer ist in Ihrem Unternehmen verantwortlich für das Thema Nachhaltigkeit?
Die KOMET GROUP setzt sich für eine verantwortungsvolle Verwendung von Rohstoffen und die sorgsame Verwertung von Reststoffen ein. Geltende Rechtsnormen sind für uns lediglich eine Mindestanforderung. Das Thema Nachhaltigkeit ist in unseren Unternehmenswerten fest verankert. Dabei treiben uns neben der Verantwortung für die Umwelt, um ehrlich zu sein, auch wirtschaftliche Interessen. Unser Ziel ist es, z.B. im Bereich der Energiekosten zumindest die Kostensteigerungen durch Energieeffizienzmaßnahmen zu kompensieren. Das gelingt uns bisher sehr gut, was auch daran liegt, dass unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit ihren Ideen und Vorschlägen im Bereich Nachhaltigkeit engagiert mitwirken.

Wo sehen Sie die drei wichtigsten Beiträge für Nachhaltigkeit in Ihrem Unternehmen (Ökonomie, Ökologie und Soziales)?
Ökonomische und ökologische Zielsetzungen verlaufen in vielen Fällen parallel. Es ist uns beispielsweise gelungen, in den vergangenen Jahren den Rohstoffeinsatz bei der Herstellung unserer Werkzeuge zu verringern. Das macht sich in beide Richtungen bemerkbar und zeigt, dass dieses Thema ganzheitlich zu betrachten ist. Natürlich wissen wir, dass Investitionen in Nachhaltigkeitsmaßnahmen zuweilen andere Amortisationsbetrachtungen erfordern. Unsere Erfahrung ist aber: Am Ende rechnet sich das auch.

Wo sehen Sie die größten Herausforderungen?
Aus unserer Sicht werden die Anstrengungen der Industrie auf dem Gebiet der Nachhaltigkeit nicht ausreichend gewürdigt. Eine Überregulierung schadet letztlich mehr schadet als dass sie hilft. Schnellschüsse der Sorte Glühlampenverbot könnten im industriellen Bereich gravierende Probleme verursachen und dienen noch nicht einmal der Sache.

Ein Blick in die Zukunft: Welche Ziele haben Sie sich für die Zukunft gesetzt? Wo geht der Weg hin?
Wir wollen auch bei unseren Kunden den Sinn für Nachhaltigkeit weiter schärfen. Mit optimierten Werkzeugkonzepten lassen sich Energieverbrauch, Rohstoffeinsatz und Emissionen deutlich reduzieren. Dass solche Werkzeuge zunächst einmal teurer sind, ist bisher schwer vermittelbar. Da müssen wir zukünftig noch eine Menge Überzeugungsarbeit leisten.

Werden Sie das Thema Nachhaltigkeit auf der AMB präsentieren?
Wir werden auf der AMB wieder zahlreiche Innovationen präsentieren. Bei Präzisionswerkzeugen sind Leistungssteigerungen und Nachhaltigkeit kongruente Zielsetzungen und das wollen wir auch unseren Besuchern darstellen. Als Partner der Blue Competence Initiative des VDMA fühlen wir uns auch der Aufgabe verpflichtet, dem Thema Nachhaltigkeit mehr Raum zu widmen.

Bildquelle : KOMET GROUP

Jestädt, Michael
Jestädt, Michael
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