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Schumacher Precision Tools GmbH - Blue Competence Interviewserie

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Ökonomie, Ökologie und soziales Handeln in Einklang zu bringen ist das erklärte Ziel der über 400 Blue Competence Partnerunternehmen. Doch was bewegt die Unternehmen zu Nachhaltigkeit und welche Hürden gibt es. Dr. Bernd Schniering, geschäftsführender Gesellschafter der Schumacher Precision tolls GmbH, hat sich zur Nachhaltigkeitsstrategie, über Beweggründe und Hürden befragen lassen.

Wie wichtig ist Nachhaltigkeit in Ihrem Unternehmen? Wer ist in Ihrem Unternehmen verantwortlich für das Thema Nachhaltigkeit?
Wir sehen Nachhaltigkeit seit vielen Jahren als Garant für den langfristigen Erfolg und damit die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens. Vor diesem Hintergrund liegt die Verantwortung für nachhaltiges Handeln bei der Geschäftsführung, die die Umsetzung durch Regelwerke in der gesamten Prozesslenkung gewährleistet.

Wo sehen Sie die drei wichtigsten Beiträge für Nachhaltigkeit in Ihrem Unternehmen (Ökonomie, Ökologie und Soziales)?
Ökonomische Vernunft führt zwangsläufig zu nachhaltigem Handeln in ökologischen und sozialen Belangen. Der zielorientierte Umgang mit Ressourcen (ökologisches Handeln) verbunden mit Rahmenbedingungen im Unternehmen, die zu motivierten Mitarbeitern führen (soziales Handeln), sind Voraussetzungen für eine exzellente Kostenbasis im Fertigungsprozess. Damit schließt sich der Kreis zur Ökonomie. Nachhaltigkeit als losgelösten Kostenfaktor zu betrachten, wäre falsch und kurzsichtig.

Wo sehen Sie die größten Herausforderungen?
Die größte Herausforderung wird die Aufklärung über Unvernunft im Umgang mit der Nachhaltigkeit sein, da die sich letztendlich negativ auf die Ökonomie und damit die Existenzfähigkeit der Unternehmen auswirken wird. Leider führt diese Unvernunft zu kurzfristigen Wettbewerbsverzerrungen im internationalen Umfeld. Im Umkehrschluss bedeutet das aber: Nachhaltigkeit erhöht die langfristige Wettbewerbsfähigkeit der Wirtschaftsunternehmen.

Ein Blick in die Zukunft: Welche Ziele haben Sie sich für die Zukunft gesetzt? Wo geht der Weg hin?
Die Weiterentwicklung intelligenter Prozesslenkungsmodelle wird zu größeren Spielräumen bei dem Verfolgen nachhaltiger Ziele im Wirtschaftsumfeld führen. Hinter dem derzeitigen Mode-Thema 'Industrie 4.0' verbergen sich handfeste Möglichkeiten eines optimierten Umgangs mit der Ökologie wie auch mit sozialen Belangen. Treiber bei dieser Entwicklung muss aber die Ökonomie bleiben.

Werden Sie das Thema Nachhaltigkeit auf der AMB präsentieren?
Selbstverständlich ist die Nachhaltigkeit ein nennenswerter Bestandteil unseres Auftritts bei der AMB - direkt wie auch indirekt.

Nimmt das Bewusstsein für Nachhaltigkeit (Ökologie und Soziales) Ihrer Meinung nach zu?
Das Thema Nachhaltigkeit erweckt vielfach den Eindruck einer Parallel-Entwicklung zum operativen Prozess in den Unternehmen. Dabei war und ist nachhaltiges Handeln ein Wettbewerbsfaktor, der sicherlich zunehmend als solcher erkannt wird. Die Atemschutzmasken der Bewohner von Shanghai werden hier auch eine nachhaltige Wirkung hinterlassen - selbst bei pessimistischer Einschätzung.

Bildquelle : Schumacher Precision Tools GmbH

Jestädt, Michael
Jestädt, Michael
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